Suchen Sie nicht Ihren Handwerker - Finden Sie ihn!
 

Wissenswertes

Meisterbetriebe im Handwerk

Meisterbetriebe dürfen im deutschen Handwerk nur diejenigen Betriebe genannt werden, in denen ein Meister vorsteht. Entweder als eigener Chef oder als angestellter Meister in einem größeren Handwerksbetrieb. Diese Betriebe haben neben dem Meister noch Gesellen beschäftigt und – was wünschenswert ist – Auszubildende (Lehrlinge).

Der Chef muss sich in erster Linie um den Betriebsablauf, Aufträge und Abwicklung, Ausbildung der Lehrlinge, etc. kümmern. Meistens fällt noch so genannte Büroarbeit an. z.B. Lohnabrechnungen, Krankenkassenbeiträge, Steuern, etc.
Er ist ferner daran interessiert, dass die Angebote richtig verfasst werden und pünktlich heraus gehen. Auch sorgt er für betriebliche Weiterbildungen, Urlaubspläne und sonstige betriebsinterne Organisationen.

Von den Lehrlingen lässt er sich die Arbeitsnachweishefte vorlegen. Falls es Probleme in einem Betrieb gibt, versucht er zu schlichten oder notfalls Kündigungen auszusprechen.
Bei Neueinstellungen prüft er die vorgelegten Unterlagen und schaut sich die neuen Mitarbeiter genau an. Es muss eine gewisse Harmonie in einem Betrieb herrschen, damit das Betriebsklima stimmt.
Bei gewissen Schwierigkeiten oder Reklamationen muss letztendlich der Meister dafür gerade stehen. Er hat die letzte Entscheidung bei eventuellen Ersatz- oder Regressansprüchen.

Der Meister ist verantwortlich für den Handwerksbetrieb und muss darauf achten, dass die Beschäftigung für alle gewährleistet ist. Er muss sich dem Konkurrenzkampf stellen und trotzdem immer wettbewerbsfähig bleiben. Von Vorteil ist es, wenn er sich selbst ständig weiterbildet.

Als angestellter Meister in einem Fremdbetrieb ist er dem Betriebsinhaber unterstellt und hat sich dessen Vorgaben anzupassen. Allerdings ist die Verantwortung etwas geringer und somit der Druck niedriger.

Eine Auszeichnung für einen Meister ist es, wenn sein Handwerksbetrieb mit dem Logo „Meisterbetrieb“ versehen ist und in gewissen Fachzeitschriften auf diese Weise propagandiert wird.
Mit Stolz wird er seinen Meisterbrief im Betrieb sichtbar aufhängen. Schließlich hat er dafür hart gearbeitet und gelernt. Jeder Meister, egal in welcher Sparte, steht somit seinen Mann bzw. seine Frau.

Die Handwerks-Betriebe sind in der Handwerkskammer gemeldet. Es kann dabei vorkommen, dass manche Meister in bestimmte Gremien gewählt werden. Oft stehen sie sogar in verschiedenen Funktionen an vorderster Stelle.

Es ist wünschenswert, sich mit anderen Handwerks-Meistern zu treffen und Erfahrungen auszutauschen. Auch in der Politik, sei es in der eigenen Kommune oder außerhalb sind Meister vielmals vertreten und angesehen.
Sie können dort für das Handwerk einiges erreichen und gute Ansätze vorbringen. Denn das Handwerk insgesamt ist die Stütze der deutschen Wirtschaft. Der Mittelstand und damit das Handwerk schaffen letztendlich die meisten Arbeitsplätze im Land.

Bei der Vergabe gewisser Aufträge – teils auch von den Kommunen – legt man großen Wert auf Meisterbetriebe. Sie genießen in der Öffentlichkeit eine hervorragende Lobby.