Einzelne Berufsgruppen
Maler und Lackierer
Das Maler- und Lackiererhandwerk ist eine handelsübliche Bezeichnung für den erlernten Beruf des Malers. Sie werden als offizielle Handwerksbezeichnung - Maler, Lackierer und Anstreicher geführt.
Ausbildung
Die Lehrzeit beträgt durchschnittlich 3 Jahre. Hier lernt man von der Pike auf alles was zum Handwerk Maler gehört. Es ist eine sehr kreative Arbeit, mit Farben verschiedene Stilrichtungen zu produzieren.
Wenn weitere ca. 3 Jahre als Geselle gearbeitet wurden, kann die Meisterprüfung erfolgen. Nun stehen viele Möglichkeiten offen.
Arbeitet man in einer großen Firma oder macht man sich selbständig.
Der Reiz der Selbständigkeit ist natürlich immer sehr verlockend, jedoch auch arbeitsintensiver.
Selbstständigkeit
Am Einfachsten ist es sicherlich, wenn von zu Hause aus bereits ein Handwerksbetrieb besteht. Manchmal wird aber aus Altersgründen bzw. weil kein Nachfolger da ist, ein bereits bestehender Betrieb verpachtet oder verkauft.
Oder der Geselle baut sich selber einen Handwerksbetrieb auf. Nun müssen Angebote verschickt und andere Werbemaßnahmen in Angriff genommen werden, um Aufträge zu erhalten.
Dies ist besonders wichtig, nachdem zur Zeit die Aufträge endlich wieder boomen.
Auftragslage
Kommt schließlich ein Auftrag, kann man eigenen Fantasien mit einfließen lassen. Sei es außen oder innen in Häusern, großen Gebäuden, Hallen, etc. Gerade im Inneren können mit diversen Farben verschiedene Stilrichtungen entstehen.
Zuerst werden die Wände gesäubert, eventuell vorhandene Löcher verspachtelt, dann gestrichen. Manchmal geht es mit einem Anstrich. Deckt die Farbe nicht so gut, muss ein zweiter Anstrich erfolgen.
Einsatzbereiche
Im Handwerk des Malers sind aber nicht nur Innen- oder Außenwände zu streichen. Es können auch Türen, Regale oder Mobiliar einen neuen Anstrich bekommen.
Des weiteren kann ein Gartenzaun, ein Balkongeländer, ein Treppengeländer, Holztreppe oder dergleichen gestrichen bzw. lackiert werden.
Die Palette ist sehr umfangreich.
Sei es für einen Neubau, Altbau, Wohnungssanierung, ein einzelner Raum, usw. Natürlich ist der Beruf des Malers in mancher Hinsicht vom Wetter abhängig.
Die Hauptsaison geht meistens von Mitte/Ende März bis Ende Oktober eines jeden Jahres.
Für einen seriösen Handwerksbetrieb ist es eine Selbstverständlichkeit, nur gute Farben zu verwenden. Möglichst solche, die nicht gesundheitsgefährdend sind.
Werkzeug
Im Handwerk des Malers und Lackierers benötigt man eine große Auswahl an Pinseln, Rollen, Klebefolien, Spachteln, Leitern, Eimer, etc. Die Farben besorgen sich die Maler meist selbst erst kurz vorher im Großhandel.
Es sollte immer darauf Wert gelegt werden, dass die Werkzeuge nach Gebrauch sorgfältig gereinigt sind. Altfarben sollten umweltgerecht der vorgeschriebenen Entsorgung zugeführt werden.
Beim Ablaugen von Holzteilen etc. sollte ein Augenmerk auf einen Mundschutz gelegt werden. Dies gilt überdies beim Abschleifen.
Wie bei jedem Handwerksbetrieb muss man sich dem Wettbewerb stellen, um auf dem Markt bestehen zu können.
So sollten ruhig mal kleine Werbeaktionen gestartet werden (wie Tag der offenen Tür etc.), in der Handwerkerzeitung eine Anzeige aufgeben sein, usw.