Einzelne Berufsgruppen
Kfz-Mechaniker
Das Kraftfahrzeug-Handwerk (Kfz) kann auf eine Berufserfahrung mit großen, einzelnen Sparten zurückblicken.
Einsatzgebiete
Diese teilen sich wie folgt auf: Karosseriearbeiten, Reparaturen allgemein, Wartungs- und Diagnosearbeiten, etc. Auch können in verschiedenen Betrieben Fahrzeuglackierungen vorgenommen werden.
Manche Handwerksbetriebe haben sich auf spezielle Fahrzeugtypen spezialisiert (z.B. Mazda, Mercedes, VW, BMW, etc.).
Es greift dann der Vorteil, dass der Mitarbeiter des Betriebes explizit das jeweilige Auto kennt.
Weiß, welche Teile eventuell ausgetauscht und erneuert werden müssen und meistens diese Ersatzteile auf Lager hält. Der fällige Kundendienst eines Autos kann sofort problemlos vonstatten gehen.
Reifenwechsel (Sommer-/Winterreifen) ist einfach zu erledigen. Man kann sich zum größten Teil darauf verlassen, dass das Auto entweder gut gewartet oder repariert wurde. Dazu gehört selbstverständlich auch die Lichtkontrolle.
Autohäuser mit Werkstatt
Viele große Autohäuser haben in der Zwischenzeit eine Kfz-Werkstatt mit integriert. Die Ausbildung für das Kfz-Handwerk ist sehr vielseitig und abwechslungsreich.
Dass man dabei schmutzig wird, gehört dazu und sollte auch in Betracht gezogen werden, wenn eine Ausbildung begonnen wird.
Ausbildung
Diese dauert in der Regel 3 Jahre.
Wenn man längere Zeit als Geselle gearbeitet hat (normalerweise wiederum 3 Jahre), kann die Meisterprüfung in Augenschein genommen werden.
Nach Bestehen dieser Prüfung kann entweder in einem Betrieb als Meister gearbeitet werden. Oder aber man macht sich selbständig.
Als Meister hat man natürlich ganz andere Funktionen: Leitung des Betriebes, Einteilung und Koordinierung des Arbeitsablaufes, Kostenaufstellungen bei größeren Reparaturen, Mitarbeitermotivationen betreiben und dabei die Auszubildenden schulen und fördern.
Des weiteren müssen die Arbeitszeiten jeden Mitarbeiters, egal ob Lehrling oder Geselle, überprüft werden.
Dazu gehören Urlaubspläne erstellen und bei Krankheit eventuelles umdisponieren.
Kfz-Meister
Die Lernzeit zum Meister ist aufwendig. Sie umfasst einen praktischen und einen theoretischen Teil. Dazu kommen noch gewisse Spezialgebiete, welche dazugelernt werden können.
So beispielsweise Betriebswirtschaft, entsprechende Computerkurse, Arbeits- und Umweltschutz, Arbeitsstätten-Richtlinien und einiges mehr.
Selbstverständlich hat das Kfz-Handwerk die Pflicht, umweltbewusstes Verhalten zu zeigen. Dazu gehört die ordnungsgemäße Entsorgung von Altöl, Altfetten, Farben, Batterien, usw.
Auch die Altreifen müssen entsprechend der Vorschriften weggeschafft werden.
Werkstätten
Eine gute Kfz-Werkstätte bietet wirklich eine optimale Rundumversorgung für die Automobile. Als besonderen Service bieten diese Handwerksbetriebe den ASU-Test (Abgas) sowie entweder das Vorfahren beim TÜV an oder der TÜV kommt in größeren Werkstätten vorbei.
Das eine solche Kfz-Stelle natürlich gut ausgerüstet sein muss - in Bezug auf Maschinen und Apparate - ist selbsterklärend. Je nach Personalstand braucht man natürlich entsprechendes Werkzeug und Material, was einen großen Investitionsakt für manchen Meister bedeutet.
Dazu sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass Zuverlässigkeit und Schnelligkeit der Arbeit natürlich an erster Stelle stehen muss. Denn jeder möchte sein Auto bald wieder fahren.
Den Konkurrenzkampf darf nicht außer acht lassen und immer versuchen, sich dem fairen Wettbewerb zu stellen.
Das Kfz-Handwerk ist einer Innung und der Handwerkskammer angeschlossen.