Für viele Menschen stellt sich im Laufe ihres Lebens die Frage danach, wo sie ihren Lebensabend verbringen möchten. Wegen körperlicher und gesundheitlicher Einschränkungen sind viele ältere Leute auf fremde Hilfe angewiesen und können nicht mehr alleine in ihrem Haus oder in ihrer Wohnung leben. Mit eingeschränkter Beweglichkeit verändern sich die Anforderungen an den eigenen Wohnraum. Schon ein paar kleine Treppenstufen können in einem solchen Fall schnell zu einem unüberwindbaren Hindernis werden. Wer trotz körperlicher Einschränkungen seine eigenen vier Wände nicht verlassen möchte, kann seinen Wohnraum barrierefrei umbauen. Bei einem derartigen Umbau sollte jedoch nichts überstürzt werden.
Alle nötigen Informationen einholen
Bevor es mit der Planung des barrierfreien Umbaus losgehen kann, sollten alle notwendigen Informationen zu diesem Thema gesammelt werden. Wer zum Beispiel in sein Haus einen Treppenlift einbauen möchte, der sollte im Vorfeld der nächsten Wohnberatungsstelle einen Besuch abstatten und sich dort über die Angebote auf dem Markt, mögliche finanzielle Hilfen sowie über bestimmte rechtliche Fragen informieren. Verbraucherzentralen raten zu diesem Schritt. Erst danach sollte ein Anbieter für ein erstes unverbindliches Gespräch gesucht werden. Experten berichten von vielen Fällen, in denen Kunden sich von Treppenlift-Firmen unter Druck gesetzt oder im schlimmsten Fall sogar über den Tisch gezogen fühlten. Nach Meinung von Verbraucherschützern sollten Kunden sich von den Firmen nicht zum Abschluss eines Vertrages drängen lassen.
Unterschiedliche Angebote prüfen
Die Entscheidung für einen Treppenlift sollte lange und in Ruhe getroffen werden. Schließlich handelt es sich hierbei um eine Investition in die Zukunft. Es ist generell ratsam, bereits in der Phase der Planung mehrere Angebote einzuholen und diese genau miteinander zu vergleichen. Zwischen den verschiedenen Anbietern gibt es teilweise erhebliche Preisunterschiede. So können sich die Kosten für einen Treppenlift je nach Aufwand des Einbaus auf 3.500 bis zu 16.000 Euro belaufen. Derartig große Preisunterschiede kommen durch die unterschiedlichen technischen Lösungen zustande. Doch auch für ein und dasselbe Modell können die Preise von Anbieter zu Anbieter variieren. Zusätzlich kommen darüber hinaus noch jährliche Kosten die Wartung sowie andere Serviceleistungen hinzu.
Finanzielle Unterstützung
Im Falle einer anerkannten Pflegebedürftigkeit leistet die Pflegekasse zum Umbau einen Zuschuss von bis zu 2.557 Euro. Hat ein Berufs- oder Verkehrsunfall die körperliche Einschränkung verursacht, dann können Haftpflichtversicherung oder die Berufsgenossenschaft zur Erbringung einer finanzielle Unterstützung verpflichtet werden. Zudem gibt es in einigen Bundesländern finanzielle Förderprogramme, die den barierrefreien Umbau von Wohngebäuden fördern. Wichtig ist hierbei jedoch, dass derartige Leistungen vor Beginn des Umbaus beantragt werden müssen.
Vor dem Einbau eines Treppenlifts ist eine rechtliche Beratung ebenfalls empfehlenswert, da in den einzelnen Bundesländern spezifische Bauvorschriften gelten. Zudem ist dieTreppenlift-Firma dazu verpflichtet, den Kunden über die geltenden Prüf- und Zulassungsverfahren in Kenntnis zu setzen.
Zur Zahlung der Gesamtkosten ist der Kunde erst dann verpflichtet, wenn alle notwendigen Unterlagen vorgelegt sind und wenn keine Mängel am eingebauten Lift festgestellt werden können.