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Einzelne Berufsgruppen

Am Bau

Eine Baustelle, z.B. für einen privaten Hausbau, ein Geschäftshaus, Wohnanlagen, Altbauten, Umbauten, etc., erfordert eine große Anstrengung seitens des Bauherren, die entsprechend daran beteiligten Firmen zu koordinieren. Zudem muss das Material bestellt und geliefert werden, der Bau in einer bestimmten Zeit realisiert sein, usw. Allerdings macht das Errichten eines eigenen Hauses auch eine riesige Freude.

An Handwerksbetrieben werden auf einer herkömmlichen Baustelle in der Regel benötigt: Bauarbeiter, Betonbauer, Maurer, Zimmermann, Dachdecker, Fliesenleger, Spengler, Stuckateur, Glaser, Maler, Schreiner, Elektriker, Installateur und noch einige mehr.

Beim Rohbau

Jeder dieser Fachbetriebe hat seine eigene Kapazität und Kompetenz. Letztendlich müssen alle zusammen arbeiten, damit das Bauvorhanden von Erfolg geprägt ist. Vieles muss Hand in Hand gehen - manche Arbeiten wiederum können nur hintereinander erfolgen. Zuerst beginnend mit dem Aushub, danach der Kanalbau und anschließend der Rohbau. Hier sind vor allem die Maurer, Betonbauer, etc. gefragt.

Steht der Rohbau, können der Zimmermann für den Dachstuhl und daraufhin der Dachdecker selbst aktiv werden. Nicht vergessen werden darf der Spengler für die Wasserinstallation, der Elektriker für das Verlegen der Leerrohre, der Glaser für das Setzen der Fenster, etc. Der Stuckateur verputzt innen die Wände, damit danach u.a. der Fliesenleger seine Arbeiten beginnen kann. Zum Schluss des Rohbaues kann der Schreiner die Türen für sämtliche Räume sowie die Haustüre setzen. 

Beim Hausbau

Den Bau selbst beaufsichtigen natürlich der Statiker, der Architekt und die beauftragte Baufirma. Der Bauherr wird sicherlich öfters nach dem Rechten sehen, sollte aber der Fachkompetenz vertrauen.

Größere Baustellen werden in letzter Zeit zusätzlich vom Zoll kontrolliert, um festzustellen, dass sich keine illegalen Arbeiter auf dem Bau befinden. Ferner muss geprüft werden, ob alle Mitarbeiter ordnungsgemäß angemeldet und pflichtversichert sind.

Üblich ist es, dass nach jedem Bauabschnitt – wie beispielsweise Keller mit Kellerdecke, Erdgeschoss mit Zwischendecke und Dachausbau, etc. - eine Anzahlung der Summe bzw. Folgeleistung zur Zahlung fällig wird. Die Restzahlung erfolgt nach endgültiger Bauabnahme durch den Architekten und den Bauherren. Werden während der Bauzeit Zusatzbestellungen aufgegeben, sollte darüber jeweils eine schriftliche Vereinbarung existieren, damit bei der Abschlussrechnung keine Unstimmigkeiten auftreten.

Rechnungsstellung

Die einzelnen Handwerksbetriebe, die am Bau beteiligt sind, stellen entweder eine separate Rechnung mit entsprechendem Zahlungsmodus. Es kann aber auch im voraus vereinbart sein, dass alles über die Baufirma inklusive abgerechnet wird. Dieser Vorgang wird als so genanntes schlüsselfertiges Bauen bezeichnet.

Dies könnte jedoch unter Umständen zu Schwierigkeiten führen, wenn die Baufirma z.B. in Konkurs geht. Dann kann es passieren, dass die anderen Firmen warten müssen, ob bzw. wann sie ihre Gelder bekommen.